Neben den klassischen Tumormarkern im Blut, gibt es spezielle Blutuntersuchungen die für die Diagnose, Verlauf einer Therapie und die Nachbehandlung sehr wichtig sind.

Laboruntersuchungen im Blut sind eine wichtige Säule in der Diagnostik chronischer Erkrankungen!

Th1-Th2 Differenzierung (Immunbalance)

T-Zellen sind Lymphozyten, die sich im Thymus oder unter dem Einfluss des Thymus zu Trägern der zellvermittelten Immunität entwickeln (Thymus-abhängige Lymphozyten). Nach der Kindheit siedeln sich die T-Lymphozyten in den sekundären Organen des lymphatischen Systems (Milz und Lymphknoten) an. T-Helferzellen (Th-Zellen) sind Lymphozyten, die durch das spezifische Oberflächenantigen CD4 gekennzeichnet sind. Aus den Vorläuferzellen (TH0- Zellen) entwickeln sich die beiden wesentlichen Gruppen der T-Helferzellen, nämlich Th1 und Th2. Laborinformationen HIER ALS PDF herunterladen!

Referenzen:

Ghadimi D, et al. “Effects of probiotic bacteria and their genomic DNA on TH1/TH2-cytokine production by peripheral blood mononuclear cells (PBMCs) of healthy and allergic subjects. Immunobiology. 2008;213(8):677-92.

Abrahamsson TR et al, A Th1/Th2-associated chemokine imbalance during infancy in children developing eczema, wheeze and sensitization.  Clin Exp Allergy. 2011 Dec;41(12):1729-39. doi: 10.1111/j.1365-2222.2011.03827.x. Epub 2011 Aug 1

Mineralstoffe- / Spurenelemente-Profil

Mit Hilfe moderner Laborparameter kann man Ihre individuelle Versorgungssituation bezüglich Mineralstoffe und Spurenelemente überprüfen.

Der Vorteil zu der nur schätzbaren Mikronährstoffzufuhr über die Ernährung oder die Zuordnung eines Mikronährstoffmangels über unspezifische Symptome liegt auf der Hand. Die Messergebnisse der Blutanalysen zeigen konkrete Werte über den tatsächlichen Versorgungszustand. Im Falle einer Unterversorgung, kann man die Ursachen hierfür suchen. Darüberhinaus sollten überprüft werden ob Ernährungsfehler zugrunde liegen oder der Befund ein Beweis für anderweitige Störungen oder Erkrankungen ist. Weitere wertvolle Informationen erhalten Sie hier: Mineralstoffe im Überblick.

Warum Vollblutdiagnostik?

Gegenüber der Serumdiagnostik werden bei der Analyse des Vollbluts auch die Erythrozyten mit einbezogen. Mithilfe einer sogenannten Hämolyse werden die erythrozytär gebundenen Mikronährstoffe freigesetzt und gehen in das Serum über. Dadurch wird eine neu zusammengesetzte Probematrix erstellt und der Diagnostik zugeführt. Ein Beispiel warum es zu erheblichen Befundabweichungen zwischen Vollblut- und Serumuntersuchungen kommen kann: Im Blut ist Magnesium zu etwa 70% an die Erythrozyten gebunden, 30% jedoch liegen im Serum vor. Diese Verteilung ist jedoch nicht zwangsläufig festgelegt. Im Rahmen der Homöostase werden auf Kosten der intrazellulären Versorgung die extrazellulären Spiegel möglichst lange stabil gehalten. Somit kann ein beginnender Magnesiummangel bei alleiniger bestimmung im Serum über einen durchaus längeren Zeitraum unauffällig bleiben.

Wichtige Laborparameter:

  • Magnesium, Kalium, Kalzium, Natrium, Eisen, Zink,  Kupfer
  • Selen, Mangan, Chrom, Jod, Molybdän

 

Vitamine-Profil

Defizite in der Vitaminversorgung können viele unspezifische Beschwerden und Befindlichkeitsstörungen hervorrufen. Bereits in der sog. „suboptimalen Bedarfsdeckung” werden u.a. Enzymleistungen, Nervenfunktionen sowie immunologische Prozesse gehemmt. Zu einer ausreichenden Diagnosestellung bedarf es deshalb einer aussagekräftigen Blutlaboranalyse.

Wichtige Laborparameter: (für weitere Informationen klicken Sie auf das jeweilige Vitamin)

  • Carotine, Vitamin A
  • Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B3, Vitamin B5, Vitamin B6, Vitamin B9 / Folsäure, Vitamin B12
  • Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E, Vitamin H / Biotin, Vitamin K, Vitamin Q10

 

Immunstatus

Durch die Immundiagnostik wird man teilweise nicht nur schneller auf eine Krankheit aufmerksam, sondern auch der Verlauf wird durch die Dokumentation des Immunsystems besser sichtbar. Ebenso während einer Therapie kann man individueller eingreifen und aufzeigen ob eine Maßnahme eine positive Wirkung hat, oder man die Therapie anpassen muss. Behandlungen zur Immunmodulation, biologische Therapien die direkt die Krebszellen angreifen sowie andere das Immunsystem betreffende Maßnahmen können hier in Kombination schon frühzeitig angesetzt werden.

NAGALASE (Dieser Test kann nur in speziellen Labors durchgeführt werden. Für mehr Informationen können Sie uns gerne kontaktieren)

Maligne Zellen und Viren sondern ein Enzym namens Nagalase ab, welches das sogenannte GcProtein attackiert, indem es den Zucker entfernt, der zur Herstellung von GcMAF benötigt wird (MAF = Makrophagen Aktivierungs Fakror). Das bedeutet, dass die Makrophagen nie den Auftrag erhalten aktiv zu werden. Auf diese Art und Weise wird es Viren und Krebszellen ermöglicht, ungehindert wachsen zu können und somit das Immunsystem zu schädigen. Der Nagalasewert kann ein Indikator für den Zustand des Immunsystems sein. Hohe Nagalasewerte könnten bedeuten, dass der Körper ineffizient bei der Bekämpfung von Eindringlingen arbeitet. Ein gesunder Körper soll einen Wert unter 0,65 aufweisen. Verlässliche Rückschlüsse auf eine Tumorlast oder Fortschritt einer Erkrankung, bzw. Monitoring und Therapieerfolg, müssten aber noch besser erforscht werden.