Blutreinigung – Apherese bei Krebs – Blutwäsche Therapie

Blutreinigung als Therapie bei Krebs

Apherese ist ein allgemein medizinisches Verfahren, bei dem der therapeutische Effekt darin besteht, bestimmte Bestandteile des Blutes zu entfernen. Dies geschieht außerhalb des Körpers in einem extrakorporalen Kreislauf, wobei der Patient an ein Apheresegerät angeschlossen ist.

Bei Krebs oder auch anderen chronischen Leiden befinden sich schädliche Substanzen, die den Krankheitsverlauf zusätzlich ungünstig beeinflussen. Durch eine Apherese auch Blutwäsche genannt, lässt sich das Blutplasma von solchen Stoffen reinigen.

Das Apherese Zentrum in Frankfurt – Zentrum der erweiterten Medizin – KONTAKT: +49 (0) 69 63 20 00

Wie ist der Ablauf einer Apherese?

Weniger bekannt als die Dialyse ist die therapeutische Apherese, bei der außerhalb des Körpers (extrakorporal) krankhafte Eiweiße, an Einweiße gebundene krankmachende Stoffe oder Zellen entfernt werden. Dies geschieht entweder mit Hilfe eines Filters (Membranplasmaseperator) oder mit einer Zentrifuge. Prinzipiell werden dabei zwei Vorgehensweisen unterschieden:

  • Zuerst wird im Apheresegerät das Blutplasma von den Blutzellen getrennt (Plasmaseparation). Im zweiten Schritt dann wird das Plasma von den pathogenen (krankmachenden) Substanzen gereinigt. Dieser Prozess kann auf verschiedene Weisen erfolgen:
    • Unselektiver Plasmaaustausch (Plasmapherese): Das gesamte gewonnene Patientenplasma wird verworfen und durch eine spezielle Nährlösung ersetzt.
    • Selektiver Plasmaaustausch: Nur die speziellen krankmachenden Eiweiße (z. B. bei Autoimmunerkrankungen) werden mit Filter- oder anderen Methoden entfernt, das verbleibende Plasma bekommt der Patient zurück.

 

  • Zweite Möglichkeit: Anstelle der Trennung des Blutplasmas von den Blutzellen, werden die krankmachenden Stoffe in dem Apheresegerät direkt aus dem Vollblut durch Aktivkohle oder Austauscherharz entfernt (Vollblutapherese). Dieses Verfahren bezeichnet man auch als Hämoperfusion.